Kunstausstellungen: Immer einen Besuch wert

Gepostet von Gogh am Mai 22, 2011 in Kunstausstellungen | 1 Kommentar

Artikel beschreibt KunstausstellungenViele Menschen erinnern sich mit Grauen daran, wie sie früher in ihrer Schulzeit mit der gesamten Klasse in langweilige Kunstausstellungen geschleppt wurden. Dabei sind Kunstausstellungen nicht einmal im Ansatz langweilig. Über die zeitgenössische Kunst und die Kunstwerke vergangener Epochen, die in Kunstausstellungen präsentiert werden, lässt sich viel über die eigene Kultur und andere Kulturen lernen.

Fällt das Stichwort Kunstausstellungen, so denken viele Menschen gleich an Gemälde. Doch auch Grafiken und Fotografien, Skulpturen, Installationen und sogar Werke aus der Strömung der Land Art können in Kunstausstellungen präsentiert werden. Einige Kunstausstellungen sammeln Werke zu einem ganz bestimmten Thema, andere dagegen portraitieren das Lebenswerk eines einzelnen Künstlers.

Beginn von Kunstausstellungen

Kunstausstellungen in ihrer heutigen Form haben wir Frankreich zu verdanken. Dort beginnt die Geschichte der Kunstausstellungen: Ab dem 18. Jahrhundert genießen die Franzosen bereits Kunstausstellungen, so wie wir sie heute kennen. Der Paris Salon war der angesagteste Ort, aktuelle französische Kunst zu sehen. Seit 1737 war er für die Öffentlichkeit zugänglich und genoss eine hohe Reputation. Die Royal Academy war das Pendant der französischen Kunstausstellungen in London: Seit 1769 konnte man hier Kunstwerke bewundern. Damit die Kunstausstellungen beim Publikum besonders gut ankamen, glichen die ausstellenden Künstler ihren Stil oft dem Geschmack der Masse an. Zu dieser Zeit entwickelte sich Hand in Hand mit den Kunstausstellungen auch die Branche der Kunstkritik, in der zum Beispiel der berühmte Denis Diderot tätig war.

steigende Popularität von Kunstausstellungen

Seit dem 19. Jahrhundert schließlich sind Kunstausstellungen so populär, dass Kunstwerke quer über die ganze Welt verliehen werden, um sie einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Die Schätze aus dem Grab von Tutanchamun beispielsweise wurden in groß angelegten Kunstausstellungen in den siebziger Jahren überall auf der Welt gezeigt und waren so populär, dass die Leute stundenlang Schlange standen, um die Kunstausstellungen zu sehen. Das gleiche Phänomen konnte man im Jahr 2004 beobachten, als über 200 Kunstwerke aus dem Museum of Modern Art wegen Renovierungsarbeiten von New York nach Berlin ausgelagert wurden. Kunstausstellungen und –sammlungen, die so renommiert sind wie die aus dem Museum of Modern Art, dem Louvre in Paris oder den Uffizien in Florenz ziehen die Aufmerksamkeit der Menschen überall auf der Welt an sich.

Organisation & Sicherheit

Da ist es nur verständlich, dass für die Organisation dieser sogenannten Blockbuster-Kunstausstellungen, wie es die Ausstellung der Kunstwerke des Museum of Modern Art in Berlin war, ein beträchtlicher Organisationsaufwand zusammenkommt. Auch die Sicherheit ist ein überaus wichtiges Thema bei solchen Kunstausstellungen. Bei den meisten solcher wichtigen Kunstausstellungen werden so beispielsweise Wächter angestellt, damit das Areal 24 Stunden überwacht bleibt. Darüber hinaus wurden besondere Techniken entwickelt, das Glas von Rahmen und Vitrinen mit einem bestimmten Material zu überziehen, damit Glassplitter nicht auf die Exponate fallen, wenn es während der Kunstausstellungen doch zu Einbrüchen oder Unfällen kommt. Kunstausstellungen ohne komplizierte und undurchschaubare Alarmsysteme sind heute eigentlich unvorstellbar. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Exponate aus Kunstausstellungen gestohlen werden: Das geschah zum Beispiel vor einigen Jahren mit dem berühmten Gemälde „Der Schrei“ von Edvard Munch. Bis dahin in vielen Kunstausstellungen zu sehen, ist das Gemälde bis heute verschollen – man nimmt an, dass es verbrannt wurde, da es wegen des hohen Wiedererkennungswertes auf dem Schwarzmarkt nicht verkauft werden konnte.

Inhaber des Fotos: Lupico – Fotolia

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