Renaissance

Die Kunst der Renaissance: Ein Hoch auf die Antike!

Gepostet von Gogh am Mrz 25, 2011 in Renaissance | Keine Kommentare

Artikel nennt die Kunst der RenaissanceZu Beginn des vierzehnten Jahrhunderts kamen die Dinge in ganz Europa ins Rollen – die Renaissance hatte begonnen. Radikal veränderten sich Philosophie und Literatur, Musik und die Bildenden Künste. Die Renaissance setzte neue Schwerpunkte in Wissenschaft und Gesellschaft und strebte vor allem nach einem: Freiheit des Individuums und der Befreiung vom mittelalterlichen Ständewesen, das die Gesellschaft in starre Strukturen einteilte.

Einflüsse und Themenschwerpunkte

Kein Wunder also, dass auch die Kunst der Renaissance ganz andere Akzente setzt als die der vorangegangenen Epochen. Die Kunst der Renaissance stand unter dem großen Einfluss der Antike – die damaligen Künstler besannen sich auf die Jahrtausende alten ästhetischen Ideale der alten Griechen und Römer und erschlossen sich für die Kunst der Renaissance die Kunstgeschichte der Antike neu. Im 15. Jahrhundert kam zur künstlerischen Beschäftigung ein weiterer Themenschwerpunkt der Kunst der Renaissance dazu: Nun setzten sich die Künstler intensiv mit der Natur auseinander, malten Landschaftsbilder und versuchten, so naturgetreu wie möglich abzubilden, was sie sahen. Für die Kunst der Renaissance hingen die antiken Kunstwerke eng mit dem neu aufkommenden Naturalismus zusammen, denn laut ihrer Auffassung war es seit der Antike niemandem mehr gelungen, einer naturgemäßen Darstellung so nahe zu kommen. Das Ziel der Kunst der Renaissance wurde es, die antiken Meister in ihren künstlerischen Fähigkeiten noch zu übertreffen.

Wie in der Antike entwickelte auch die Kunst der Renaissance sehr strikte Vorstellungen vom Konzept der Schönheit. Künstler in der Kunst der Renaissance sollten das Wesen der Schönheit darstellen – dazu mussten in Malerei und Bildhauerei strenge Proportionen eingehalten werden. Vor allem der idealschöne Mensch war ein wichtiges Thema der Kunst der Renaissance, weshalb uns bis heute unzählige Portraits aus der Kunst der Renaissance erhalten sind.

Italien

Als Hochburg der Kunst der Renaissance muss man Italien nennen. In der Hochrenaissance, die eine kurze Phase vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts bezeichnet, wurde Rom zum Zentrum der Kunst. Leonard da Vinci malte das „Abendmahl“ und die „Mona Lisa“, Raffaels „Sixtinische Madonna“ entstand und Michelangelo kreierte Skulpturen, die bis heute einen Höhepunkt der Kunst der Renaissance markieren. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts dauerte die Spätrenaissance, von der Kunstgeschichte auch Manierismus genannt. Diese Epoche der Kunst der Renaissance ist gekennzeichnet durch verschiedene Merkmale, dessen herausragendstes wohl die übertriebene Darstellung von Raumfluchen und heftigen Bewegungen ist. Der Bildhauer Giovanni da Bologna brachte den Manierismus mit seiner Skulptur „Raub der Sabinerin“ auf den Punkt. Sich windende Körper und heftige Drehungen sind kennzeichnende Merkmale dieser Form der Kunst der Renaissance.

Auch außerhalb Italiens entwickelte sich die Kunst der Renaissance, allerdings mit einer langsameren Geschwindigkeit. Während sich die Kunst der Renaissance in Italien am ehesten bemerkbar machte und sich stark auf Malerei, Bildhauerei und Architektur auswirkte, setzte sie in den nördlicheren Gefilden des Kontinents erst um 1500 ein. Die Kunst der Renaissance beeinflusste außerhalb Italiens weniger die Malerei als die Architektur und vermischte sich vor allem in Frankreich und Deutschland mit den bereits vorherrschenden, nationalen Stilen der Kunst.

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