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Moderne Kunst: Der Umschwung des 20. Jahrhunderts

Gepostet von Gogh am Mai 10, 2011 in moderne Kunst | Keine Kommentare

Artikel beschreibt die moderne KunstMit dem Beginn des 20. Jahrhunderts änderte sich die Kunst schlagartig. Künstler weigerten sich nun, sich den Gesetzen der Kunst und Ästhetik zu unterwerfen, die Jahrhunderte lang die Kunst dominiert hatten, und erfanden eigene Formen und Ausdrucksweisen, um die Dinge so darzustellen, wie nur sie es sahen. Die moderne Kunst ist auf ihre Art eine der großen Revolutionen des 20. Jahrhunderts.

Der Begriff „Moderne Kunst“ allerdings ist schwierig zu umreißen – denn schließlich schreiben wir bereits das 21. Jahrhundert und die auch Kunstgeschichte hat sich weiterentwickelt. Wenn wir „moderne Kunst“ sagen, so meinen wir in der Regel die Kunst der Avantgarde, die im 20. Jahrhundert ihren großen Aufschwung erlebte. Dem gegenüber steht die zeitgenössische Kunst – in der Fachsprache bezeichnet dieser Begriff die Gegenwartskunst. Moderne Kunst ist also durchaus etwas anderes als zeitgenössische Kunst, doch der Unterschied der beiden Begriffe verschwimmt in der alltäglichen Umgangssprache häufig. Es wird gerade unter Experten aber häufig diskutiert, ob auch die zeitgenössische Kunst nicht eigentlich nur eine Strömung der modernen Kunst ist.

Vielseitigkeit der modernen Kunst

Die moderne Kunst ist so vielseitig wie wohl keine Kunst einer anderen Epoche. Schon der Impressionismus, der den Anfangspunkt der modernen Kunst markiert, was Farbgebung und Maltechnik anbelangt. Auch der Jugendstil, der um 1900 aufkam, wird bereits der modernen Kunst zugerechnet. Doch der Expressionismus, der alle Sorgen um die korrekte Perspektive und die möglichst realistische Darstellung der Motive hinter sich ließ, brachte die moderne Kunst wahrhaftig zum Aufblühen. Denn diese Form der modernen Kunst sollte nur das darstellen, was die Künstler erlebten und empfanden – höchste Subjektivität war hier gefordert. Wer schon einmal das Bild „Der Schrei“ von Edvard Munch gesehen hat, der wird dieses Prinzip wohl auf Anhieb begreifen.

Bedeutende Vertreter der modernen Kunst

Neben Edvard Munch sind auch Vincent van Gogh, Paul Cézanne und Otto Dix als bedeutende Vertreter der modernen Kunst zu nennen. Sie alle hatten eins gemeinsam: Die moderne Kunst, die sie produzierten, kam beim Publikum nicht gleich gut an. Nur einzelne Sammler sorgten für die Anerkennung und Förderung der Künstler der modernen Kunst. Doch auch die so vielbesprochene Ausstellung „Entartete Kunst“, von den Nationalsozialisten ursprünglich organisiert, um die gezeigten Exponate zu verhöhnen und zu erniedrigen, hatte eine Verbreitung der modernen Kunst zufolge. Viele Menschen wussten, dass sie die moderne Kunst unter der Herrschaft der Nationalsozialisten lange nicht mehr zu Gesicht bekommen würden, und besuchten die Ausstellung deshalb nicht, um sich „entartete Kunst“ anzuschauen, sondern um einen letzten Blick auf die Kunstwerke der modernen Kunst werfen zu können.

Der ästhetischen Revolution des 20. Jahrhunderts verdanken wir heute viele Strömungen der zeitgenössischen Kunst. Denn die moderne Kunst hat sich weiterentwickelt: Als die ästhetischen Prinzipien, die bis dahin vorgeherrscht hatten, erst einmal gesprengt waren, gab es für die Künstler keine Grenzen mehr. Die moderne Kunst wurde immer vielseitiger, ausdrucksstärker und einfallsreicher. Vor allem die abstrakte Malerei wäre ohne die Wende zur modernen Kunst nie entstanden. Die moderne Kunst sorgte dafür, dass heute Strömungen wie die vielgerühmte Pop Art, Land Art und Minimal Art existieren, die zu den bedeutendsten Stilen der zeitgenössischen Kunst gehören und unsere Vorstellung davon, was moderne Kunst ist, bedeutend geformt haben.

Quelle der Grafik: Florian Villesèche – Fotolia

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