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Malerei: Die wichtigste Gattung der Kunst

Gepostet von Gogh am Jun 30, 2011 in Malerei | 7 Kommentare

Artikel erläutert die Malerei als wichtigstes Medium der KunstMalerei, Architektur, Bildhauerei, Grafik und Zeichnung – das sind die wichtigsten Gattungen der Bildenden Kunst. Mit Fug und Recht darf wohl behauptet werden, dass die Malerei zu den wichtigsten Gattungen darunter zählt. Die ältesten Zeugnisse dafür sind die Höhlenmalereien aus der letzten Eiszeit, in denen die Tiere und Menschen der damaligen Zeit dargestellt werden. Seitdem begleitet die Malerei den Menschen in seiner Kultur- und Zivilisationsgeschichte.

Erstes Vorkommen von Malerei

Zwischen 35 000 und 10 000 Jahre sind ist Malerei in den Höhlen alt – Rinder, Hirsche und Pferde bedecken die steinigen Wände. Zeugnisse dieser ersten Malerei wurden sowohl in Afrika als auch in Asien und Australien entdeckt. Damit scheint die Kunst oder zumindest der Wunsch, etwas darzustellen und zu hinterlassen, eine für den Menschen natürliche Sache zu sein. In Europa wurde bedeutende Malerei in den Höhlen vor allen Dingen in Spanien und Frankreich, aber auch in der Türkei gefunden.

Die Malerei gewinnt an Bedeutung

Im Altertum, vor allem im Orient und im alten Ägypten, nahm die Malerei ebenfalls einen äußerst wichtigen Stellenwert ein. Vor allem die Wandmalerei war sehr bedeutend: Mit Malerei wurden die Wände in Grabkapellen und Särgen geschmückt. Zu sehen waren hier die Familie des Bestatteten und seine Besitztümer – damit der Grabherr all dies auch im Jenseits nicht vermissen musste. Auch in Privathäusern scheint es bemalte Wände gegeben zu haben, allerdings sind diese weniger gut erhalten. Der Malerei des Altertums war die Perspektive allerdings fremd – flächige Darstellungen dominieren. Aus dem alten Ägypten kennt man Beispiele der Malerei, bei denen die Figuren auf Standlinien angeordnet sind.

Griechenland & Italien

Auch die alten Griechen und Römer rechneten der Malerei eine große Bedeutung bei. Für die Griechen war die Malerei eine Erfindung der Götter. Obwohl die Malerei im alten Griechenland einen höheren Stellenwert hatte als die Bildhauerei, bringen wir heute vor allem kunstvoll aus Stein gehauene Skulpturen mit den Griechen in Erinnerung. Das liegt daran, dass sie vor allem Holz verwendeten, um darauf zu malen – deshalb ist heute nur wenig der griechischen Malerei erhalten. Von der römischen Malerei dagegen ist mehr bekannt, denn auch die Römer brachten Kunstwerke der Wandmalerei hervor, die man bis heute bewundern kann.

Die Malerei in Europa während des Mittelalters

Das Mittelalter brachte in Europa schließlich vor allem christliche Beispiele der Malerei hervor. Die Kirchen wurden durch prachtvolle Wandmalereien geschmückt, und auch Vignetten von Büchern stellen Höhepunkte der mittelalterlichen Malerei dar. Die Buchmalerei wurde zu einer der wichtigsten „Branchen“ der Kunst. Zum ersten Mal wurde auch auf Leinwände gemalt, was die Lebenszeit der Gemälde wesentlich verlängerte. Die Malerei erlebte im Mittelalter zum ersten Mal eine breite Palette an Sujets: Neben Portraits von Adeligen und Königen waren vor allem Landschaftsbilder und Stillleben berühmt. Dieser Trend der Malerei sollte sich bis in die Renaissance erhalten, die vor allem auf die Malerei mit Ölfarben setzte. Als Motive verwendeten die Maler der Renaissance häufig Allegorien, die eine tiefere Moral enthielten. Es herrschten in der Malerei strenge Vorschriften, was Anatomie und Perspektive anbelangte – alles musste so naturgetreu wie möglich dargestellt werden. Seit dem Aufkommen der Fotografie allerdings ging dieser Anspruch der Malerei verloren. Heute gibt es kaum mehr Vorschriften für die Malerei – in der zeitgenössischen Kunst ist alles möglich.

Eigentümer des Fotos: James Steidl – Fotolia

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